NBIA-Gentherapie Updates

NBIA-Gentherapie Updates

Historische Spende von 1,2 Millionen Dollar gibt Treibstoff für PKAN-Gentherapie

Eine beeindruckende Spende in Höhe von 1,2 Millionen Dollar hat es der PKAN-Gentherapie (Pantothenat-Kinase-assoziierten Neurodegeneration) ermöglicht, einen großen Schritt nach vorn zu machen. Eine private PKAN-Familie hat mit dieser außergewöhnlichen Spende die Finanzierung des Projekts bis zum Abschluss der toxikologischen Studien der Phase 3 sichergestellt und damit einen wichtigen Meilenstein für das Forschungsteam erreicht und der Gemeinschaft Hoffnung gegeben.

Das NBIAcure-Team an der Oregon Health and Science University (OHSU) sowie Dr. Miguel Sena-Esteves und Dr. Heather Gray-Edwards vom Horae Gene Therapy Center an der UMass Chan Medical School sind die engagierten Teams, die an diesem Projekt arbeiten und die Bemühungen fortsetzen, die 2019 mit Dr. Lauriel Earley begonnen haben.

Wie schon früher berichtet, erhielt Earley eine erste Finanzierung für die PKAN-Gentherapie durch eine Forschungskooperation zwischen der NBIA-Disorders Association in den USA, AISNAF in Italien und Hoffnungsbaum e.V. in Deutschland. Zu dieser Zeit war Earley Forscherin an der University of North Carolina in Chapel Hill. Nachdem sie den Forschungsbereich verlassen hatte, um in der Industrie zu arbeiten, ging das Projekt in die Hände von Dr. Susan Hayflick an der OHSU über. Seitdem hat sich das Projekt durch die Zusammenarbeit mit der UMass Chan Medical School beschleunigt.

Die Forschungsteams sind davon überzeugt, dass die Gentherapie für PKAN-Patienten vielversprechend ist, da die Krankheitsmutation genau bekannt ist und der Globus pallidus als einziger Ort der Störung im Gehirn anvisiert werden kann. Nach dem derzeitigen Zeitplan könnten die klinischen Versuche im Jahr 2026 beginnen. Es besteht die Hoffnung, dass diese Therapie das Fortschreiten der Krankheit bei manchen PKAN-Patienten aufhalten und die Krankheit in künftigen Generationen vielleicht heilen kann.

Mit dieser großzügigen Spende hat das Gesamtprojekt nun mehr als 1,4 Millionen Dollar der angestrebten 5 Millionen Dollar gesammelt. Um die Finanzierung auf die Ziellinie zu bringen, bittet die Loving Loic Foundation um steuerlich absetzbare Spenden von Freunden, Familienangehörigen und weiteren externen Quellen. Wenn Sie mehr darüber erfahren, Spenden sammeln oder einen Beitrag leisten möchten, besuchen Sie bitte lovingloic.org oder kontaktieren Sie Sherine Blackford unter: info@lovingloic.org

Die NBIA-Gemeinschaft ist dieser Familie zutiefst dankbar für ihre bemerkenswerte Spende und ihr Engagement für das OHSU- und UMass Chan-Team auf diesem spannenden Weg zu einem Durchbruch in der PKAN-Forschung.

Die Kampagne „One Gene, One Dream“ der INADcure Foundation gewinnt an Fahrt

Die INADcure Foundation hat vor zwei Jahren die Kampagne „One Gene, One Dream“ („Ein Gen, ein Traum“ und auch bekannt als „Working on a Miracle“) ins Leben gerufen, um die Entwicklung von Therapien für INAD und alle mit PLA2G6 zusammenhängenden Erkrankungen zu unterstützen. Diese Kampagne trägt wesentlich dazu bei, die Gentherapie aus dem Labor in die klinische Anwendung zu bringen.

Die INADcure Foundation hat die Kampagne mit Unterstützung der INAD-Gemeinschaft im Mai 2022 gestartet. Durch die Mobilisierung von INAD/PLAN-Familien auf der ganzen Welt hat die Kampagne bereits fast 1,4 Millionen Dollar ihres 7-Millionen-Dollar-Ziels gesammelt. „Wir haben zu viele Schlagzeilen über Biotech-Unternehmen gesehen, die ihre Programme für seltene Krankheiten auf Eis legen und die Familien ohne Hoffnung zurücklassen“, sagt Leena Panwala, Präsidentin der INADcure Foundation. „Deshalb treiben wir ein Gentherapieprogramm für INAD voran, zu unseren Bedingungen und ausschließlich auf die Bedürfnisse der von INAD/PLAN Betroffenen ausgerichtet.“

Das Programm hat in Mäusemodellen erfolgreich den Wirksamkeitsnachweis erbracht. Derzeit laufen Dosierungs- und Toxizitätsstudien. Diese Schritte sind Voraussetzung für die Beantragung der FDA-Zulassung zur Einleitung einer klinischen Studie, eine Phase, die aufgrund der hohen Kosten erhebliche Mittel erfordert.

Die Initiative wird von Dr. Neil Hackett geleitet, der 2021 zum INADcure-Team stieß. Hackett verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit präklinischen und translationalen Gentherapieprogrammen und ist derzeit Professor für Forschung in genetischer Medizin am Weill-Cornell Medical College. Er hat ein multidisziplinäres Expertenteam zusammengestellt, das ihn bei der Leitung des Programms unterstützt.

Weltweit haben 36 engagierte Familien und ihre Teams in diesem Jahr insgesamt 200.000 Dollar gesammelt, davon 100.000 Dollar durch die virale „Give 5 Challenge“. Alyson und Nick Wilbur haben diese Initiative zu Ehren ihrer Tochter Rowan ins Leben gerufen, bei der kürzlich INAD diagnostiziert wurde. Weitere Informationen über die Initiative finden Sie unter: www.researchforrowan.com

Weitere Informationen und Möglichkeiten, sich zu beteiligen, finden Sie unter: www.WorkingonaMiracle.org

Gentherapie-Studie zeigt Potenzial für BPAN-Behandlung

Die von zwei Familien finanzierten Stiftungen „Don’t Forget Morgan“ und „Harper’s Hope“ haben sich mit der Harvard University und dem Massachusetts General Hospital (Mass General) zusammengetan, um eine Gentherapie als mögliche Behandlung für die Beta-Propeller-Protein-assoziierte Neurodegeneration (BPAN) zu erforschen. Dieses mehrjährige Stipendium hat kürzlich vielversprechende Ergebnisse gezeigt, die die BPAN-Gemeinschaft in Aufregung versetzten.

Forscher in Harvard und Mass General haben eine Proof-of-Concept-Studie an einem Mausmodell durchgeführt, um die Wirksamkeit einer durch adeno-assoziierte Viren (AAV) vermittelten WDR45-Genübertragung als therapeutische Strategie für BPAN zu untersuchen.

Die Studie zeigte, dass die AAV-vermittelte WDR45-Genergänzung die neurologischen Funktionen im BPAN-Mausmodell, das von „Don’t Forget Morgan“ finanziert und von Louis-Jan Pilaz bei Sanford Health entwickelt wurde, deutlich verbessert. Die Forscher beobachteten eine erfolgreiche Synthese der menschlichen WDR45-Transkripte und des WIPI4-Proteins im Gehirngewebe. Darüber hinaus führte die Behandlung zu einer Besserung des hyperaktiven Verhaltens und einer Korrektur der Autophagie-Marker im Hirngewebe, was auf einen erheblichen therapeutischen Nutzen hindeutet.

Der Erfolg dieser Studie deutet darauf hin, dass der WDR45-Gentransfer eine praktikable therapeutische Strategie für BPAN sein könnte, die den Weg für weitere Forschung und potenzielle klinische Anwendungen ebnet.

Die vollständige Veröffentlichung „AAV-mediated gene transfer of WDR45 corrects neurologic deficits in the mouse model of beta-propeller protein-associated neurodegeneration“ kann auf bioRxiv abgerufen werden: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.06.18.599588v1

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dontforgetmorgan.org und www.curebpan.org

University College London widmet sich der BPAN-Gentherapie

Wie schon früher berichtet, hat Dr. Manju Kurian vom University College London im Vereinigten Königreich mit der Gentherapie für Beta-Propeller-Protein-assoziierte Neurodegeneration (BPAN) begonnen. Ihre Gruppe hat bereits Erfahrung mit der Gentherapie für PLA2G6-assoziierte Neurodegeneration (PLAN), die von Bloomsbury Genetic Therapies Limited nun weiter entwickelt wird. Die Finanzierung des Projekts wurde durch die Teilnahme des Team NBIA Disorders am Million Dollar Bike Ride 2023 sowie durch die Finanzierung der NBIA Disorders Association ermöglicht.

Im Rahmen des Projekts soll eine Gentherapie entwickelt werden, bei der eine gesunde Kopie des fehlerhaften BPAN-Gens direkt in das Gehirn eingebracht wird. Ziel ist es, ein hochmodernes Labormodell der Krankheit (ein „Gehirn in der Schale“) zu erzeugen und ein exzellentes Mausmodell zu verwenden, das wichtige Merkmale der menschlichen Krankheit aufweist, um diesen Gentherapieansatz zu bewerten und zu sehen, ob er die durch das fehlerhafte WDR45-Gen bei BPAN verursachten Probleme behebt.

NBIA DA

Angepasste Übersetzung eines Artikels aus dem Newsletter der NBIA Disorders Association vom Juli 2024
https://nbiadisorders.org/news-events/nbia-newsletters/

Dr. Ivano Di Meo erhält $100.000 Förderung für die INAD-Forschung

Dr. Ivano Di Meo erhält $100.000 Förderung für die INAD-Forschung

Die NBIA Disorders Association freut sich, die Ergebnisse der Ausschreibung für ein Stipendium in Höhe von 100.000 Dollar bekannt zu geben, mit dem die Erforschung der PLA2G6-assoziierten Neurodegeneration (PLAN) gefördert werden soll. Für diese Förderinitiative, die durch die großzügige Unterstützung von INAD Warriors Inc. und anderen Spendern ermöglicht wurde, gingen drei Bewerbungen von Forschern aus aller Welt ein.

Dr. Ivano Di Meo
Fondatione IRCCS Istituto Neurologico Carlo Besta (FINCB)
Milan, Italien

Nach einer gründlichen Prüfung durch den wissenschaftlichen und medizinischen Beirat der NBIA Disorders Association wurde Dr. Ivano Di Meo von der Fondatione IRCCS Istituto Neurologico Carlo Besta (FINCB) in Mailand, Italien, für die Förderung ausgewählt. Sein Projekt mit dem Titel „Exploring Circulating Biomarkers to Illuminate PLAN Pathophysiology and Therapeutic Guidance“ (Erforschung von zirkulierenden Biomarkern zur Erhellung der Pathophysiologie von PLAN und der therapeutischen Leitlinien) versucht, kritische Lücken in unserem Verständnis von PLAN zu schließen und uns besser auf eine künftige klinische Studie vorzubereiten. Weitere Einzelheiten über sein Projekt werden in der nächsten Ausgabe des Newsletters der NBIA Disorders Association veröffentlicht.

Die NBIA Disorders Association dankt INAD Warriors Inc. für ihre Hilfe bei der Ermöglichung dieses Forschungsstipendiums.

Angepasste Übersetzung eines Artikels von Amber Denton aus dem Newsletter der NBIA Disorders Association vom Juli 2024
https://nbiadisorders.org/news-events/nbia-newsletters/

Zwei BPAN-Forschungsprojekte durch den MDBR 2023 mit je $60.000 gefördert

Zwei BPAN-Forschungsprojekte durch den MDBR 2023 mit je $60.000 gefördert

Der 10. jährliche Million Dollar Bike Ride (MDBR), der vom Orphan Disease Center der University of Pennsylvania veranstaltet wurde, führte dazu, dass zwei NBIA-Forschende jeweils ein Forschungsstipendium von 60.000 US-Dollar für die Erforschung der Beta-Propeller-Protein-assoziierten Neurodegeneration (BPAN) erhielten.

Die NBIA Disorders Association (NBIA DA) nimmt seit 2018 an dieser jährlichen Veranstaltung teil und sammelt so Spenden für die BPAN-Forschung. Insgesamt wurden schon zehn BPAN-Forschungsstipendien mit einer Gesamtsumme von 590.714 US-Dollar vergeben.

Die NBIA DA bereitet die Ausschreibung vor und wählt die Gutachter für die Beurteilung der Forschungsanträge aus. Die Universität von Pennsylvania verwaltet die Zuschüsse und sendet Kopien der wissenschaftlichen Berichte, die die Zuschussempfänger vorlegen. Außerdem stellt sie 30.000 $ als „Matching Funds“ für die ersten gesammelten 30.000 $ zur Verfügung. Der aktuelle Förderzeitraum läuft vom 1. Februar 2024 bis zum 31. Januar 2025.

Die beiden Stipendienempfänger sind Dr. Mario Mauthe vom University Medical Center Groningen, Niederlande, und Dr. Manju Kurian vom University College London, Vereinigtes Königreich.

Dr. Mario Mauthe
University Medical Center Groningen
Niederlande

Das Forschungsprojekt des Teams von Dr. Mario Mauthe trägt den Titel „Die mitochondrienbezogenen Defekte in WDR45-defekten Zellen und wie man sie umkehren kann.“ (“The mitochondrial-related defects in WDR45-defective cells and how to reverse them.”) Diese Forschung ist eine Fortsetzung eines früheren MDBR-Stipendiums, das Prof. Fulvio Reggiori im Jahr 2021 gewährt wurde und an dem Mauthe als Mitglied des Teams beteiligt war. Die Gruppen von Reggiori und Dr. Muriel Mari von der Universität Aarhus, Dänemark, die ebenfalls Teil des Teams von 2021 waren, werden erneut mit Mauthe zusammenarbeiten, um ihre Arbeit fortzusetzen.
Wenn das WDR45-Gen mutiert ist, kann ein Protein nicht oder nicht korrekt kodiert werden, was zur Erkrankung BPAN führt. Dieses Protein ist an der Autophagie beteiligt, einem Prozess, der für den Abbau und das Recycling beschädigter Zellbestandteile verantwortlich ist. Das mutierte WDR45-Protein beeinträchtigt auch Zellorganellen, die Mitochondrien, die eine wichtige Rolle bei der Energieerzeugung, der Regulierung des Stoffwechsels und der Immunität spielen. Eine mitochondriale Dysfunktion ist nicht nur bei BPAN zu beobachten, sondern auch bei mehreren anderen NBIA-Erkrankungen, wie PKAN, CoPAN, PLAN und MPAN.
In diesem Projekt wird untersucht, wie Mutationen in WDR45 die Struktur und Funktion der Mitochondrien beeinflussen und stören und wie diese Veränderungen zur Pathophysiologie von BPAN beitragen. Insbesondere werden sie die Rolle von WDR45 bei der Aufrechterhaltung der mitochondrialen Homöostase untersuchen und mögliche Medikamente identifizieren, die die durch WDR45-Mutationen verursachte mitochondriale Dysfunktion umkehren.
Um die Rolle von WDR45 bei mitochondrialer Dysfunktion zu verstehen, wird sich Mauthes Team auf die Untersuchung der Proteine konzentrieren, die an mitochondrialen Funktionen beteiligt sind und die in WDR45-defekten Zellen fehlreguliert sind. Für ihre Untersuchungen werden sie verschiedene hochmoderne Forschungsmethoden wie Proteomanalysen, die Erzeugung induzierter Neuronen aus Patientenfibroblasten, automatisierte Live-Zellbildgebung und ultrastrukturelle Untersuchungen von Mitochondrien einsetzen.
Darüber hinaus sollen pharmazeutische Wirkstoffe identifiziert werden, die die in WDR45-defekten Zellen beobachteten mitochondrialen Dysfunktionen beheben können. Sie werden ein automatisches Bildgebungssystem einsetzen, um die Auswirkungen von Medikamenten auf diese zellulären Phänotypen zu bewerten.

Dr. Manju Kurian
University College London
Vereinigtes Königreich

Die andere Stipendiatin, Dr. Manju Kurian, konzentriert sich auf die Gentherapie von BPAN. Ihre Gruppe hat bereits Erfahrung mit der Gentherapie von PLA2G6-assoziierter Neurodegeneration (PLAN), die Bloomsbury Genetic Therapies Limited nun vorantreibt.
Im Rahmen des Projekts soll eine Gentherapie entwickelt werden, bei der eine gesunde Kopie des fehlerhaften BPAN-Gens direkt in das Gehirn eingebracht wird. Ziel ist es, ein hochmodernes Labormodell der Krankheit (ein „Gehirn in der Schale“) zu etablieren und ein hervorragendes Mausmodell zu verwenden, das wichtige Merkmale der menschlichen Krankheit aufweist, um diesen Gentherapieansatz zu bewerten und zu sehen, ob er die durch das fehlerhafte BPAN-Gen verursachten Probleme behebt.
Eine erfolgreiche Gentherapie-Studie in ihrem Labor wird es ihnen ermöglichen, eine klinische Gentherapie-Studie für Kinder mit BPAN zu beschleunigen. Sie hoffen, dass die Gentherapie das Fortschreiten der Krankheit aufhalten, die Lebenserwartung erhöhen und die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien verbessern kann.

Wir sind dankbar für die langjährige Unterstützung von Dr. Mario Mauthe und Dr. Manju Kurian und ihr Engagement für die NBIA-Forschung. Diese Zuschüsse wären nicht möglich gewesen ohne das Engagement unserer NBIA-Gemeinschaft, die sich jedes Jahr an der Spendenaktion für den Million Dollar Bike Ride beteiligen. Wir danken auch dem Orphan Disease Center für seine großzügige Spende von $ 30.000 und ihren Eifer, die Forschung für seltene Krankheiten zu unterstützen.

Angepasste Übersetzung eines Artikels von Patricia Wood aus dem Newsletter der NBIA Disorders Association vom März 2024
https://nbiadisorders.org/news-events/nbia-newsletters/

Vorantreiben der PKAN-Gentherapie: eine gemeinschaftliche Initiative

Vorantreiben der PKAN-Gentherapie: eine gemeinschaftliche Initiative

Die Erforschung einer Gentherapie für Pantothenat-Kinase-assoziierten Neurodegeneration (PKAN) schreitet dank des Engagements erfahrener Forscher und neu gegründeter Partnerschaften weiter voran.

Im Jahr 2019 wurde ein bedeutender Schritt in der PKAN-Forschung gemacht, als die NBIA Disorders Association in Zusammenarbeit mit den NBIA-Schwesterorganisationen AISNAF (Italien) und Hoffnungsbaum e.V. (Deutschland) Dr. Lauriel Earley an der University of North Carolina – Chapel Hill eine Anschubfinanzierung gewährte, um die Gentherapieforschung einzuleiten. Wissenschaftliche Unternehmungen sind jedoch oft unerwarteten Veränderungen unterworfen.

Earleys Entscheidung, ihre Arbeit an PKAN einzustellen, machte einen nahtlosen Übergang zu Dr. Susan Hayflick an der Oregon Health & Science University (OHSU) erforderlich. Hayflick hat sich 2019 bereit erklärt, die Leitung zu übernehmen. Sie bringt einen reichen Erfahrungsschatz und ein großes Engagement für die Förderung der PKAN-Forschung mit. Dr. Suh Young Jeong, Hayflicks wissenschaftliche Teamleiterin seit 2014, konnte das Projekt mit vielversprechenden Ergebnissen zu Ende führen.

Der Wechsel des Projektleiters hat der PKAN-Gentherapie weiterhin Leben eingehaucht.

Vor kurzem wurde Hayflick von der Loving Loic Foundation kontaktiert, einer gemeinnützigen Stiftung, die von Sherine und Mark Blackford zu Ehren ihres an PKAN erkrankten Sohnes Loic gegründet wurde. Die Blackfords waren persönlich an der Weiterentwicklung der Gentherapie interessiert und boten ihre Unterstützung an.

Die Loving Loic Foundation vermittelte den Kontakt zu Dr. Miguel Sena-Esteves und Dr. Heather Gray-Edwards am Horae Gene Therapy Center an der UMass Chan Medical School (UMass). Sena-Esteves, ein Experte für die Entwicklung von Gentherapien auf der Basis von Adeno-assoziierten Viren (AAV), und Gray-Edwards, eine Expertin für die Verwendung von Tiermodellen zum besseren Verständnis des Krankheitsverlaufs, erklärten sich bereit, mit Hayflicks Team zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus wurde Dr. Penelope Hogarth von der OHSU in das Team aufgenommen, die jahrelange Erfahrung mit PKAN und Expertise in der Planung klinischer Studien mitbringt. Zum Team der klinischen Studie gehören auch Allison Gregory, genetische Beraterin, Dr. Jenny Wilson, Kinderneurologin, und Alison Freed, Koordinatorin der klinischen Forschung.

Aus den jüngsten Fortschrittsberichten geht hervor, dass das Team das Gentherapeutikum umgestaltet, um seine therapeutische Wirkung zu optimieren. An der PKAN-Mauskolonie, die das OHSU-Team in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt hat, wird es mehrere neu gestaltete Produkte testen, um festzustellen, welches am besten wirkt. Dieser aufwändige Prozess wird voraussichtlich mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen, je nachdem, was die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) dazu sagt.

Während diese kritischen Experimente laufen, wird auch hart an der Gestaltung und Vorbereitung der klinischen Studie gearbeitet. Regelmäßige Treffen mit der FDA sind in jeder Phase des Prozesses unerlässlich. Rückmeldungen und Vorschläge der FDA können sich auf den Zeitplan des Fortschritts auswirken. Derzeit weiß das Team noch nicht, wann die klinische Studie für die PKAN-Gentherapie beginnen wird, aber es spürt ebenso wie die Menschen in der PKAN-Familiengemeinschaft die Dringlichkeit.

Während die Forscher im Labor große Fortschritte machen, spielt die Loving Loic Foundation weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung dieses gemeinsamen Vorhabens, indem sie entscheidende finanzielle Unterstützung und Lobbyarbeit leistet. Kürzlich erhielt sie einen Zuschuss in Höhe von 21.000 Dollar, wodurch sich der Gesamtbetrag der Spenden auf 182.036 Dollar (einschließlich Sachspenden) erhöht hat, um das Projektziel von 5 Millionen Dollar zu erreichen. Wenn Sie mehr erfahren, Spenden sammeln oder zu diesem Projekt beitragen möchten, besuchen Sie lovingloic.org oder kontaktieren Sie Sherine Blackford unter info@lovingloic.org.

Übersetzung eines Artikels aus dem Newsletter der NBIA Disorders Association vom März 2024
https://nbiadisorders.org/news-events/nbia-newsletters/

NBIAcure bereitet Antrag auf FDA-Zulassung für CoA-Z vor

NBIAcure bereitet Antrag auf FDA-Zulassung für CoA-Z vor

NBIAcure, ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Susan Hayflick und Dr. Penny Hogarth, das an der Oregon Health & Science University (OHSU) angesiedelt ist, hat der Gemeinschaft der Pantothenat-Kinase-assoziierten Neurodegeneration (PKAN) ein wichtiges Update bezüglich des Status von CoA-Z, einem Vitamin-Zwischenprodukt, gegeben. Im Januar gab das Team seine Entscheidung bekannt, sich auf der Grundlage der gesammelten Daten an die US-Arzneimittelbehörde (FDA) zu wenden, anstatt weitere Studien durchzuführen.

Die FDA wird die Daten der klinischen Studie auswerten, um die Sicherheit und Verträglichkeit von CoA-Z und seine Wirkung auf die Veränderung eines biologischen PKAN-Markers im Blut zu beurteilen. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass CoA-Z den Biomarker im Blut dosisabhängig verändert, wobei höhere Dosen eine stärkere Reaktion bewirken.

Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist der Nachweis der Sicherheit von CoA-Z. Dazu muss festgestellt werden, dass mögliche Nebenwirkungen gleich häufig auftreten, unabhängig davon, ob die Teilnehmer ein Placebo oder eine der drei Dosen erhalten haben.
Die ersten sechs Monate der Studie wurden doppelblind und placebokontrolliert durchgeführt, um den strengsten wissenschaftlichen Anforderungen zu genügen. Dieser Ansatz zeigt der FDA, dass die Forschung mit größtmöglicher Integrität durchgeführt wurde, um mögliche Verzerrungen zu vermeiden. Die Analyse dieser Phase bestätigte die Sicherheit und Verträglichkeit von CoA-Z in allen getesteten Dosierungen.
Das Team stellt den Bericht für diese Phase zusammen mit anderen wichtigen Informationen fertig, darunter der Herstellungsprozess, die Stabilität unter verschiedenen Bedingungen und die Auswirkungen auf Tiermodelle. Ziel ist es, bis Ende März einen Antragsentwurf bei der FDA einzureichen, was auch weiterhin planmäßig verläuft.

Dr. Penelope Hogarth und Dr. Susan Hayflick
NBIAcure Oregon Health & Science Universität
Portland, Oregon

Obwohl der genaue Zeitplan für die Prüfung des Entwurfs durch die FDA noch ungewiss ist, hat die Behörde angedeutet, dass die Durchführung einer vorläufigen Bewertung vor der endgültigen Einreichung künftige Verzögerungen minimieren könnte. Das Team wird sich für eine beschleunigte Prüfung einsetzen und gleichzeitig die Zeit und Aufmerksamkeit schätzen, die dem Prüfungsverfahren gewidmet wird. In der Zwischenzeit wird sich der Schwerpunkt auf die Analyse der Daten aus dem offenen Studienteil verlagern, bei dem alle Teilnehmer die gleiche Dosis CoA-Z erhielten, um sie in den endgültigen Antrag aufzunehmen.
Im Februar stellte Dr. Penelope Hogarth, Mitglied des NBIAcure-Teams an der OHSU, die Ergebnisse der klinischen Studie auf dem 8. internationalen Symposium für pädiatrische Bewegungsstörungen in Barcelona, Spanien, vor. Zahlreiche PKAN-Spezialisten nahmen an dem Symposium teil und äußerten sich begeistert über die Ergebnisse.
NBIAcure und die Partner der Spoonbill Foundation sind zuversichtlich, dass die vorgelegten Daten ausreichen werden, um die FDA davon zu überzeugen, dass zusätzliche Studien nicht notwendig sind. Das Team bedankt sich bei der PKAN-Gemeinschaft für ihre Unterstützung und Ermutigung während dieses Prozesses.

Angepasste Übersetzung eines Artikels von Amber Denton aus dem Newsletter der NBIA Disorders Association vom März 2024
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